Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen
Delegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft
Die Delegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen stand am 7. Mai ganz im Zeichen der Zukunft des Handwerks in Rheinhessen. Im Mittelpunkt der Versammlung standen neben den Regularien insbesondere die geplante Fusion mit der Kreishandwerkerschaft Alzey-Worms sowie die künftige Ausrichtung der handwerklichen Interessenvertretung in der Region.
Kreishandwerksmeister Stefan Korus begrüßte die Delegierten der angeschlossenen Handwerksinnungen sowie zahlreiche Gäste. Gastgeber der Veranstaltung war der Landkreis Mainz-Bingen. Landrat Thomas Barth hieß die Teilnehmer in der Kreisverwaltung willkommen und betonte die große Bedeutung des Handwerks als starken und verlässlichen Wirtschaftspartner im Landkreis. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei das Handwerk ein wichtiger Stabilitätsfaktor für die Region.
Die Delegierten verabschiedeten anschließend einstimmig die Jahresrechnung sowie den Haushaltsplan. Geschäftsführer Dirk Egner stellte die entsprechenden Zahlen und Planungen vor.
In seinem Bericht ging Kreishandwerksmeister Stefan Korus ausführlich auf die geplante Fusion mit der Kreishandwerkerschaft Alzey-Worms ein. Er machte deutlich, dass sich das Handwerk auch organisatorisch den veränderten Rahmenbedingungen anpassen müsse. Gleichzeitig gab Korus einen Ausblick auf die derzeitige wirtschaftliche Situation des Handwerks in Rheinhessen, die trotz vieler Herausforderungen weiterhin von hoher Leistungsfähigkeit geprägt sei.
Auch Geschäftsführer Dirk Egner beschäftigte sich in seinem Bericht intensiv mit der geplanten Fusion. Er zeichnete die Entwicklung der Innungen und Kreishandwerkerschaften in Deutschland, Rheinland-Pfalz und der Region nach und erläuterte, warum eine Bündelung der Kräfte sinnvoll und notwendig sei. Dabei stellte er insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Kreishandwerkerschaften gegenüber. Die Fusion erfolge auf Augenhöhe und in freundschaftlicher Partnerschaft, betonte Egner.
Im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss ist zudem eine Verlegung der Geschäftsstelle in die Mitte Rheinhessens geplant. Die anwesenden Delegierten sprachen sich für den zukünftigen Standort in Wörrstadt aus.
Einen fachlichen Impuls lieferte außerdem Hannele Mayer mit Informationen zur arbeitsmedizinischen Betreuung im Handwerk.
Über aktuelle Entwicklungen aus der Handwerkskammer Rheinhessen berichtete Kammerpräsident Hans-Jörg Friese. Im Mittelpunkt seines Vortrags standen insbesondere der Neubau des Berufsbildungszentrums (BBZ) sowie die Serviceangebote der Handwerkskammer für die Betriebe in der Region.


Beate Schmidt, 11. Mai 2026