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Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen

Stadt Mainz unterstützt aktiv das Handwerk im Landkreis Mainz-Bingen

Im heutigen Gespräch des Vorstands und der Obermeister der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen mit Oberbürgermeister Michael Ebling und den Dezernentinnen und Dezernenten, standen aktuelle Investitionen und Auftragsvergaben der Stadt an das Handwerk auf der Tagesordnung. Die Diskussion um drohende Fahrverbote im Zuge der Klage der Deutschen Umwelthilfe wegen hoher Stickoxid-Belastungen im Mainzer Stadtgebiet wurde weiter fortgeführt.

Oberbürgermeister Ebling unterstrich eingangs der Zusammenkunft mit dem gesamten Stadtvorstand, dass das Handwerk sowohl bundesweit, gerade aber auch in der Region eine tragende Säule der Wirtschaft darstelle und dankte den anwesenden Mitgliedern der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen für die enge und gute Zusammenarbeit und die regelmäßigen Gesprächsrunden. „Ich freue mich, dass es in unserer Region so viele engagierte Handwerksbetriebe gibt und dass wir mit dem örtlichen Handwerk einen starken Partner mit großem Know-how für gemeinsame Projekte an unserer Seite wissen“, so Ebling. Angesichts von geplanten Gesamtinvestitionen von rund 290 Millionen Euro in den Jahren 2018 und 2019, allein in Projekte der Stadt und der stadtnahen Gesellschaften, zeichnete Oberbürgermeister Ebling eine positive Perspektive für das heimische Handwerk: „Es vergeht kaum eine Woche ohne den Spatenstich bei einem städtischen Bauprojekt. Für Neubau und Sanierungsprojekte städtischer Schulen und Kitas fließen in den nächsten zwei Jahren 49 Millionen Euro und allein durch die Wohnbau Mainz GmbH wird in den nächsten beiden Jahren 121 Millionen Euro in die Schaffung von Wohnraum investiert, was in den zahlreichen geplanten Bauprojekten in der Landeshauptstadt deutlich wird. All diese Maßnahme gehen in hohem Grade Hand in Hand mit den Fachbetrieben in und um Mainz.“ Ein zentrales Thema, welches die anwesenden Vertreter der Handwerksbetriebe in der Runde ergänzend ansprachen, stellen für die Firmen die offenen Fragen im Bereich der Stickoxid-Debatte vor dem Hintergrund der Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Stadt Mainz dar. Oberbürgermeister Ebling erneuerte in diesem Zusammenhang die städtische Sichtweise, dass die Androhung von Fahrverboten inakzeptabel sei. Die Verwaltung sei bemüht, ein solches Szenario mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern. Mit dem Masterplans M³ „Green City Mainz“ will die Stadt die Stickoxid-Emissionen reduzieren und damit auch drohende Dieselfahrverbote verhindern. Oberbürgermeister Michael Ebling erklärte, dass man bereits jetzt messbare Fortschritte bei der Reduzierung der Luftschadstoffe vorweisen könne und zeigte sich optimistisch, dass es gelingen wird bis 2020 die Grenzwerte einzuhalten. Im Rahmen einer noch engeren Zusammenarbeit, zwischen der Landeshauptstadt und der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen begrüßten der vorsitzende Kreishandwerksmeister Stefan Korus und der Geschäftsführer Jean-Marie Manzke die Unterstützungsmitgliedschaft der Stadt Mainz. Hierbei werden zukünftig Projekte wie beispielsweise Berufsinformationsmessen, Ehrungen der Prüfungsbesten und Werbemaßnahmen für das regionale Handwerk gesondert durch die Stadt Mainz gefördert.

Auch dem Thema Fachkräftemangel wird nachfolgend mit höchster Priorität entgegengewirkt. In Absprache mit dem Sozialdezernenten, Herrn Eckart Lensch, sind Gespräche mit den umliegenden Schulen angedacht, um an „Projekttagen“ oder „Informationsveranstaltungen“, den jungen Schülern Ausbildungsberufe im Handwerk wieder näher zu bringen. „Auch die Wiedereinführung der Meisterpflicht ist für uns ein sehr großes Anliegen und steht mit dem Thema Fachkräftemangel in direkter Verbindung!“, so der vorsitzende Kreishandwerksmeister Korus. Im Jahr 2004, wurde die Meisterpflicht für 53 der 94 Handwerksberufe von der damaligen Bundesregierung abgeschafft; seit diesem Zeitpunkt sind die Ausbildungszahlen rückläufig. Kammer und Kreishandwerkerschaft werden alles daran setzten, um die Wiedereinführung der Meisterpflicht zu bekräftigen, um somit langfristig die Qualität der Ausbildung und der Arbeit zu sichern.

Jean-Marie Manzke, 19. August 2018

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