Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen
Handwerk und Stadt Mainz im direkten Austausch
Jahresgespräch der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen mit Oberbürgermeister Nino Haase
Mainz. Der regelmäßige Austausch zwischen dem Mainzer Handwerk und der Stadtspitze ist längst gute Tradition. Auch 2026 trafen sich Vorstand und Obermeister der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen gemeinsam mit Vertretern der Handwerkskammer Rheinhessen zum Jahresgespräch mit Oberbürgermeister Nino Haase im Mainzer Rathaus.
Kreishandwerksmeister Stefan Korus gab zunächst einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation des rheinhessischen Handwerks und informierte über die geplante Fusion der Kreishandwerkerschaften Mainz-Bingen und Alzey-Worms zum 1. Januar 2027. Unter dem Namen Kreishandwerkerschaft Rheinhessen soll die neue Organisation künftig vom Standort Wörrstadt aus tätig sein.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zahlreiche konkrete Anliegen der Handwerksbetriebe. Dazu gehörten unter anderem die Haushaltssituation der Stadt und die damit verbundene steuerliche Belastung der Unternehmen, die stärkere Einbindung regionaler Handwerksbetriebe bei öffentlichen Vergaben sowie die Beteiligung des Handwerks an der kommunalen Wärmeplanung.
Weitere Themen waren bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende, die Park- und Ladesituation für Handwerksbetriebe in der Innenstadt, Baustellenkoordination und Erreichbarkeit von Kunden, die Entwicklung geeigneter Gewerbeflächen sowie der Operationsplan Deutschland.
Auch die Ergebnisse einer Umfrage der Handwerkskammer Rheinhessen zur Situation der Mainzer Handwerksbetriebe wurden vorgestellt und diskutiert. Deutlich angesprochen wurden zudem die Kontrolle von Betrieben und die konsequente Ahndung von Wettbewerbsverstößen sowie dieBearbeitungszeiten bei Anträgen im Baubereich.
Oberbürgermeister Nino Haase machte deutlich, dass die Anliegen des Handwerks ernst genommen würden. Gleichzeitig lobte er den offenen und konstruktiven Austausch und betonte dessen Bedeutung für die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Handwerk.„Ein starker Wirtschaftsstandort braucht ein starkes Handwerk. Der regelmäßige Dialog ist deshalb ein wichtiger Baustein, um gemeinsam gute Lösungen für die Zukunft zu entwickeln“, so das Fazit des Gesprächs.

Beate Schmidt, 9. September 2026